Zum neuen Hörbuch-Download-Portal Lauschgut
Verfasst am 30.03.2006 um 10:55 Uhr
Wenn man sich für das Medium Hörbuch interessiert und die die Wagnersche Hörothek.de ließt muss man sich echt anschnallen beim Browsen. Ich gerade wäre fast rückwärts vom Stuhl gekippt als ich von wieder dem nächsten neuen Download-Portal gelesen habe. Laut Hörothek steckt hinter Lauschgut Heinrich-Bauer-Verlag. Ich erinnere mich, daß mir mal zugetragen wurde, daß im März 2005 verschiedene Hörbuchverlage von jemandem von Heinrich Bauer Verlag kontaktiert wurden mit einer 17-Seitigen Präsentation. Die Bauer Verlagsgrupppe ist mit ca. 28% größter Spieler im Zeitschriften Markt vor Burda mit ca. 20%. Neben der sicher bekanntesten Bravo sind da noch etliche andere Zeitschriften wie Neue Post, Neue Revue, tina, tv Hören & Sehen, TV Movie, Das neue Blatt, Matador, Tina, Autozeitung und so weiter und so fort. Im Impressum von Lauschgut steht allerdings die Intermedia Content KG, die soweit ich weiß eher so leicht erotisch angehauchte Titel wie Blitz Illu, Coupé und Praline produziert. Wird es davon dann auch White-Label-Versionen von Lauschgut geben
Zur Bauer Verlagsgruppe gehört auch ein essentieller Anteil an RTL II. Amüsanter Weise war in der ursprünglichen Präsentation noch offen, ob ein DRM oder Wasserzeichen oder beiden eingesetzt wird. Von der bei Lauschgut zur Verfügung stehenden Titel her sehe ich definitv noch keine zu erahnenden Wettbewerbsvorteile herrühren (siehe dazu auch mein Blogeintrag zu zu Erfolgsfaktoren / USPs von Hörbuch-Download-Portalen). Lauschgut muss also vor allem auf die Marketing-Macht der HBV setzen. Bin gespannt, was daraus wird und wie es sich entwickelt. Am Ende kommt auch doch noch Karstadt Hörbuch wieder aus dem Reich der Toten und wir haben noch einen Spieler in dem Markt…. Köstlich…
Umfragen zufolge ist das Hören von Hörbüchern beim Autofahren die bei Umfragen am häufigsten angegebene Nutzungsgelegenheit. Auch meine Wenigkeit genießt Audiobooks am häufigsten im eigenen KFZ. Ich wollte mich in diesem Posting einer der Fragen bzgl. des Hörbuch hörens beim Autofahren widmen.
Der Anfang der Geschichte der Tausendundeine (1001) Nacht 14 CD-Box herausgegeben von Helma Sanders-Brahms
-Mega-Hörbuch-Box habe ich dankenswerter Weise vom Hoerverlag als Presseexemplar zugeschickt bekommen. Alles fing an mit der CD Box
Die Möglichkeit einer Insel von Michel Houellebecq, übersetzt von Uli Wittmann
. Das Buch spielt ca. 2000 Jahre nach der heutigen Zeit und die “normalen” Menschen haben sich, wie es in der Literatur schon so maches Mal als Idee zu lesen war, “zurück in die Steinzeit gebombt”. Es gibt aber mitterweile die Neo-Menschen, von einer Sekte gezüchtete und modifizierte Menschenklone. Diese Klone müssen jeweils immer den Lebensbericht ihres ersten Vorfahren lesen und aufarbeiten und kommentieren. Mittelpunkt des Geschehens ist also Daniel1 und dann geht es im Buch noch um Daniel24 und Daniel25, der 24 bzw. 25 Klon. Die neue Generation eines Menschen wir immer dann gemacht, wenn die vorrige wegstirbt. Daniel25 bricht dann aus diesem Zyklus aus. Wie auch in seinen vorrigen Büchern hat Houellebecq einige recht explizite sexuelle Abschnitte. Eine der lustigsten Ideen fand ich seine Anmerkungen, daß bei Männern einer der wesentlichen Faktoren bei der Auswahl einer Partnerin deren Schönheit ist und gerade das ist es, was am schnellsten vergeht. Allein für den Satz muß man ein dickes Plus an die oben vergebenen 4 Sterne hängen. Ich würde keine uneingeschränkte Kaufempfehlung geben. Meiner Meinung sollte man entweder auf das günstigere Taschebuch warten oder schauen, ob es vielleicht eine leicht gekürzte Hörbuchfassung geben, denn das Buch zieht sich immer mal wieder zwischendruch.
Leben mit Vision, 11 Audio-CDs von Rick Warren gelesen von Hanno Herzler und Daniel Kopp
leider und das auch nur weil Verpackung, Design und Produktion gut sind.
Die DVD / den Film The Big Kahuna - Ein dicker Fisch mit Kevin Spacey und Danny DeVito
Die “Miss Amerika” CD ist eine Autorenlesung von Gayle Tufts
Place de la Bastille von Leon de Winter, Regie von Ralf Becher, gelesen von Christian Berkel
. Zur Geschichte: Der Geschichtslehrer Paul de Wit flüchtet sich ständig in gedankliche Ausflüge von möglichen alternativen Ausgängen von geschichtlichen Ereignissen und analog zu Dingen die in seinem Leben hätten anders laufen können. Ursache ist, daß er als Kriegswaise aufgewachsen ist und keine eigene Geschichte hat. Das fürht dazu, daß er viele Entwicklungen der Geschichte der Welt und seiner Eigenen für Zufälle hält.