Zu Onleihe

Verfasst am 30.09.2007 um 22:11 Uhr

Ein Namensvetter hat mich gerade auf etwas Interessantes hingewiesen

ich bin gerade über ein Konzept der Stadtbüchereien gestolpert: Onleihe.

Bin zwar nicht ganz durchgestiegen, warum digitale Medien sozusagen in begrenzter Stückzahl ausgeliehen werden, aber das hat wahrscheinlich mit den allgemeinen Regeln für Büchereien zu tun.

Vielleicht ja ganz interessant für Dein Hörbuch-Blog, denn es werden auf den bereits angeschlossenen Websites der Stadtbüchereien auch eine Reihe von Hörspielen und Hörbücher aus unterschiedlichen Genres angeboten.

Hat das schon mal jemand hier aus dem Leserkreis ausprobiert. Taugt und funktioniert das?

Zu Multiple Sarkasmen von Moritz Netenjakob

Verfasst am 30.09.2007 um 22:07 Uhr

Multiple Sarkasmen von Moritz Netenjakob Multiple Sarkasmen von Moritz Netenjakob

Moritz Netenjakob, als Autor mitverantwortlich für Shows wie „Switch“ oder der Wochenschau, hat nach dem Grimmepreis für sein mitwirken an der TV-Sendung „Stromberg“ nun sein eigenes Bühnenprogramm erstellt.
Die CD-Version seines Programms fängt rasant an: lauter Pointen, viele kleine Gags und Details. Moritz Netenjakob kritisiert die „typisch-deutsche“ Meckerlaune und erzählt von ganz neuen Versionen des Stückes „Faust“. Leider wiederholt sich dieser und auch einige andere Parts in seinem Programm, was fast schon etwas abgegriffen wirkt. Der Autor, und in diesem Fall auch Comedian, hat zweifelsfrei ein gutes Debüt als Stand-Up-Komödiant hingelegt. Den Rest dieses Eintrags lesen »

Zu Annette Kaiser, Jenseits der Pfade, Visionen einer neuen Spiritualität

Verfasst am 30.09.2007 um 22:02 Uhr

Annette Kaiser, Jenseits der Pfade, Visionen einer neuen SpiritualitätAnnette Kaiser, Jenseits der Pfade, Visionen einer neuen Spiritualität

Vom CD-Cover blickt mich ein symphatisches Gesicht an. Die Autorin macht mich neugierig mit ihrem freundlichen Blick. Annette Kaiser möchte zeigen, „dass wir zu einer wirklich neuen Spiritulität nur finden können, wenn wir die Begrenzungen traditioneller Wege überschreiten und die Sicherheiten, die sie uns bieten, loslassen“. So steht es auf der Rückseite des Covers.

Gespannt starte ich die CD (70 min, Preis 17,95 Euro). Eine jugendliche Stimme, etwas verhalten, aber sehr angenehm. Immer noch lausche ich erwartungsvoll … aber ihre Worte erreichen mich nicht. Mit esotherischer Literatur bin ich nicht gänzlich unerfahren. Allerdings habe ich keine Lust auf Texte, die irgendwo im Unverbindlichen bleiben. Große Worte fallen, aber ich kann mir nichts darunter vorstellen. Leider bleibt die Autorin unkonkret. Sie spricht davon, daß wir unsere Ich-Grenzen überwinden sollen, um zu einem „ganzheitlichen Menschsein, einem universellen Bewußtsein“ zu gelangen. Nur wie wir das erreichen können, das sagt sie nicht. Im Gegenteil höre ich sogar zweimal, daß es sehr schwer zu beschreiben sei, wie man diesen Zustand erreicht. Ehrlich gesagt haben mich diese Aussagen ärgerlich werden lassen. Denn ich erwarte doch von einer Autorin, die mir „die Vision einer neuen Spiritualität“ aufzeigen will, daß sie mir auf dem Weg dahin Hilfe Stellung leistet oder mir zumindest ein genaues Bild davon vermittelt, wie diese neue Vision aussieht . Und sich nicht hinter großen Worten und unklaren Aussagen versteckt.
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Zu Franz Specht, Die Angst und der Tod, Carsten Tsara macht sich Sorgen

Verfasst am 30.09.2007 um 22:00 Uhr

Ahnungslos, oder sollte ich vielleicht besser sagen, ein wenig voreingenommen, starte ich die Hör-CD. Schließlich geht es um ein Hörbuch aus der Serie „Deutsch als Fremdsprache“ vom Hueber Verlag. Soll ich mir das wirklich antun? Schließlich spreche ich Deutsch ziemlich fehlerfrei, tatsächlich seit Kleinkindertagen, denn es ist ja meine Muttersprache. Und so ein Lehrbuch kann ja nur langweilig sein. Schlichte Sprache, simple Story … Und dann: Überraschung !

Um es gleich auf den Punkt zu bringen: Dieses Hörbuch ist ein Multitalent! Es ist nicht nur ein Lehr-/Hörbuch mit Niveau für die deutsche Sprache, sondern auch ein spannender Krimi und blickt gleichzeitig nachdenklich auf das menschliche Miteinander vor allem in Großstädten.

Zeit, mal wieder einige Vorurteile wahrzunehmen und an ihnen zu rütteln:
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Zu Caine – 01 – Das Amulett von Kyan´Kor von Günter Merlau

Verfasst am 04.09.2007 um 22:49 Uhr

Audiostadtführer durch die Geschichte von Eisenach und Wartburg „Caine – 01 – Das Amulett von Kyan´Kor“ von Günter Merlau

Steven Caine ist ein abgebrühter Auftragskiller der kurz vor der Vollstreckung seiner Exekution steht. Doch er wird von mysteriösen Wesen, dem Volk von Kyan´Kor, davor bewahrt und zu ihnen genommen. Sie sehen ihn als Nachfolger eines legendären Schlächters, er muss gehorchen und seinen Weg als Söldner des Volkes von Kyan´Kor gehen.
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Zu Audiostadtführer durch die Geschichte von Eisenach und Wartburg

Verfasst am 04.09.2007 um 17:26 Uhr

Audiostadtführer durch die Geschichte von Eisenach und Wartburg Audiostadtführer durch die Geschichte von Eisenach und Wartburg

Heute nachmittag war ich verschwunden. Eine Zeitreise durchs frühe Mittelalter, anschließend ins 16. Jahrhundert und schließlich noch in die Romantik. Alles ohne dubiose Zeitmaschinen oder Wundertropfen, sondern einfach nur mit Hilfe meines CD-Players.

Der kleine, aber ambitionierte Verlag HistOHRia möchte zeigen, daß Geschichte Spaß machen kann. Nach historischen Audiostadtführern durch Erfurt und Weimar hat der Verlag jetzt einen Rundgang durch Eisenach und die wichtigsten Ereignisse auf der berühmten Wartburg – gehört seit 1999 zum Weltkulturerbe - herausgebracht. Auf der CD ist eine Route durch die Stadt vorgeschlagen, die auch auf dem kleinen beiliegenden Stadtplan eingezeichnet ist. An diesen Weg muß man sich aber nicht halten. Die Sehenswürdigkeiten werden jeweils in einzelnen Tracks vorgestellt. Man kann also individuell springen. Oder sich das Ganze einfach auf der Coach zu Hause anhören und gleichzeitig darüber sinnieren, wie lange man schon nicht mehr verreist war, wie wenig man von Deutschland kennt und wie lückenhaft die eigenen Geschichtskenntnisse sind.

Meine Lücken werde ich Euch hier natürlich nicht verraten, nur soviel: Wenn man nach Eisenach und zur Wartburg fährt – und ich möchte das nach dem Hören dieses Audioführers auf jeden Fall – dann watet man in Geschichte. Hier wurde Johann Sebastian Bach geboren, hier versteckte sich Luther in der Wartburg und übersetzte die Bibel ins Deutsche und hier träumten viele schon vor der Märzrevolution (1848/49) den nationalen Gedanken.

Was mir besonders gefallen hat bei diesem virtuellen Rundgang: Man wird als Besucher liebevoll an die Hand genommen, z.B. mit Tipps, von welchem Standort aus man den besten Blick auf ein Gebäude hat oder wofür man sich vielleicht noch extra Zeit nehmen könnte. Die Autorin Antje Vanhoefen hat viel zusammengetragen, abwechslungreich und nicht ermüdend. Alles dezent begleitet von passender Musik aus der jeweiligen Epoche. Die beiden Sprecher Anke Schmidt-Kraska und René Pfeufer waren für meinen Geschmack aber etwas zu artikuliert und daher manchmal zu unpersönlich.

Kaufen kann man die CD (79 min) mit Fotobooklet und kleinem Stadtplan für 11,90 Euro. Als MP3 kann man sie für 7,90 Euro bei soforthoeren.de herunterladen und ich vermute, daß der Verlag auch wie in Erfurt und Weimar vor Ort „Verleihstationen“ suchen wird, wo man die CD für 6 Euro (oder so) bei Bedarf ausleihen kann. Wenn HistOHRia die nächsten Audiostadtrundgänge jetzt etwas reise-praktischer verpacken würde – also vielleicht ein Stadtplan zum auseinanderfalten mit einer kartonierten Tasche für die CD und auf der Rückseite die Fotos der Sehenswürdigkeiten anstatt der üblichen, nicht bruchsicheren Plastikhülle - könnte ich beim nächsten Mal vielleicht zur vollen Punktzahl hinreißen lassen. Diesmal gibts 4 Sterne von mir.

Eisenach, ich komme … demnächst!

RE

Zu Don Harris, Psycho Cop, Der Club der Höllensöhne, von Jason Dark, als Hörspiel inszeniert von Oliver Döring

Verfasst am 02.09.2007 um 17:20 Uhr

Don Harris, Psycho Cop, Der Club der Höllensöhne, von Jason Dark, als Hörspiel inszeniert von Oliver DöringDon Harris wird gejagt, aber er weiß nicht, von wem. Allerdings spürt er die Gefahr und hat kurz vorher immer eine Ahnung, woher sie kommt. Denn er ist ja ein Psycho Cop. Das wird ihm helfen, die Gefahren zu bestehen. Das muß er auch, denn er wird ja noch gebraucht Schließlich handelt es hier sich um die zweite Folge einer Serie.

Laut Verlagsankündigung geht es auch um Telepathie und Geisterbeschwörung, aber das habe ich leider nicht verstanden. Bei Don Harris handelt es sich um eine neue Figur von Jason Dark alias Helmut Rellergerd. Das ist der Schriftsteller, der auch den Geisterjäger John Sinclair erfunden hat. Jason Dark kennt sich also aus mit dem Übernatürlichen.

Gegruselt hat es mich nicht. Richtig spannend fand ich es auch nicht. Aber ich habe trotzdem gerne zugehört. Die Rollen werden nämlich von Stimmen gesprochen, die uns aus unzähligen Hollywoodfilmen vertraut sind. Stimmen, die wie alte Bekannte sind. (Leider waren in den Verlagsinfos von Random House Audio keine Sprechernamen zu finden, schade!) Bei mir reicht es nur zu (1 Sterne). Die CD hat eine Laufzeit von 55 min und ist für 7,95 Euro zu haben.

RE

Zu „Der Schorfopa“ von Heinz Strunk

Verfasst am 02.09.2007 um 17:16 Uhr

Der Schorfopa – Kurzhörspiele, Vol.2 Heinz Strunk In „Der Schorfopa – Kurzhörspiele, Vol.2“ hat Heinz Strunk seiner Kreativität, nach Werken wie „Fleisch ist mein Gemüse“ oder „Mit Hass gekocht“, mal wieder freien Lauf gelassen. Eine Art „Best of“ seiner von 1997 bis 2007 selbst produzierten Kurzhörspiele, in denen er alle Sprechrollen selbst übernahm und sogar alle Geräusche fabrizierte. In sage und schreibe 27 von Stimmgewirr und hohem Geräuschpegel geprägten Hörspiele, mit Namen wie „Das Penistier“ oder „Schlimme Augenwurst“, ist die CD mit einer Gesamtspielzeit von 52 Minuten aufgeteilt. Heinz Strunk hat, wie auch bei seinen anderen Hörbüchern, vom Konzept zum Schnitt alles selber gemacht. Das Hörbuch „Der Schorfopa“ ist wohl ein sehr spezielles Werk, dessen Humor an Grenzen stößt, einen aber unweigerlich immer wieder zum mitlachen bewegt. Der reale Wahnsinn, den Heinz Strunk darstellt und ihn durch schrille Effekte und kontinuierlichen Lärm begleitet, wirkt wie eine Tortour der man entkommen möchte. Hält er unserer Gesellschaft einen Spiegel vor oder hat der Mann einfach nur zu viele Drogen genommen? Das ist die Frage die man sich im Laufe des Hörspiels wohl am häufigsten stellt. Ob man die Nerven hat, sich diese chaotische Formation von skurrilen Situationen mehr als einmal anzuhören ist die Frage, wer jedoch seinen Horizont erweitern möchte und sich vielleicht auch schon immer gefragt hat, was eine Kackstelze oder ein Speichelschwamm ist, dem sei diese CD wärmstens ans Herz gelegt!

Ich gebe 3 Sterne!

CS

Zu neuer Verstärkung im Hörbuchblog

Verfasst am 02.09.2007 um 17:14 Uhr

Leider kam ich in letzter Zeit zu wenig Hörbuch-Hörerei und entsprechend wenig Hörbücher-Rezensionen. Ich habe aus der Not eine Tugend gemacht und mir Verstärkung geholt! :-) Daher wird es in Zukunft hier wieder mehr Hörbuchbesprechungen geben!