Zu “Hörbücher” einer neuen Zeitschrift über Hörspiele Lesungen etc.

Verfasst am 03.06.2007 um 11:04 Uhr

Versuche zum Launch von Magazinen / Zeitschriften zum Thema Hörbücher gab es schon und auch manche, die es nicht mal mehr aus der Konzeptphase geschafft haben. Jetzt gibt es mindestens einen neuen Versuch. Hier das Cover mal so als ersten Eindruck:

Hörbücher Magazin Zeitschrift

Das Ganze ist über DIN A4 groß und 100 Seiten stark. Soll in der ersten Ausgabe 4,50 Euro kosten und hat a) eine CD dabei mit drei Hörgeschichten und b) drinen im Heft Gutscheincodes für weitere Hörbücher. Der Titel ist “hörBücher - das unabhängige Hörbuch-Magazin“. Soweit ich weiß, ist das mir vorliegende Heft das erste. Das nächste sol angeblich schon am 29. Juli 2007 raus kommen. Herausgeber ist Falke Media. Die Zeitschrift hat eine Unmenge an Rezensionen von Hörbücher, Hörspielen Lesungen etc. Anscheinend hat man sich da als Ziel gesetzt immer 100 Rezensionen pro Ausgabe zu machen! Eine Menge und in meinen Augen Verschwendung, wenn man die nicht gleichzeitig online verwendet.

Interessantes Zitat aus den Mediadaten der Zeitschrift:

hörBücher ist die logische Konsequenz auf die rasante Entwicklung
des Hörbuch-Marktes. Millionen Publikationen sämtlicher Genres werden heute in Audio-Form vertrieben – ob als CD oder Internet-Download. Und der Erfolg reißt nicht ab: Wachstumsraten
von mehr als 20% jährlich werden dem Markt auch über das Jahr 2010 hinaus prognostiziert. Wir bieten passionierten und Gelegenheitshörern einen regelmäßigen und unabhängigen Überblick
für die rund 2.000 Neuerscheinungen jährlich.hörBücher hat sich zur Aufgabe gesetzt, eine gewissenhafte, unabhängige und kompetente Kaufberatung zu liefern. Das Team um Chefredakteur Christian Bärmann besteht nicht nur aus Literaturwissenschaftlern: Jeder Redakteur ist seit Jahren begeisterter Hörbuch-Fan und kann schon heute auf einen umfassenden
Erfahrungsschatz zurückgreifen.hörBücher wird zweimonatlich zum Preis von nur 3,95 Euro in einer Auflage von 65.000 Exemplaren an knapp 20.000 Verkaufsstellen
– darunter rund 1.000 Buchhandlungen – erscheinen.
hörBücher versteht sich nicht als Literatur-Magazin, sondern als kompetenter Ratgeber für die breite Masse der Hörbuch-Interessenten, und so wird das Magazin im Einzelhandel auch unter den Wochen- und Frauenzeitschriften zu finden sein.

Und dann später ebenda zum Hörbuchmarkt allgemein:

Der Hörbuch-MarktUnaufhaltsamer Trend zum HörbuchDas Hörbuch gewinnt seit Jahren an Popularität und bestreitet schon heute einen Anteil von gut 4% des gesamten Büchermarktes in Deutschland. Tendenz jährlich um 20% steigend!Wie die GfK unlängst feststellte, sind es, wie im Genre Belletristik, vor allem Frauen, die Hörbücher erwerben. Fast zwei Drittel aller verkauften Hörbücher wurden von Frauen erworben.

Dabei unterscheiden sich die Kaufverhalten: Während über 50 % der Frauen ihr Hörbuch-Budget in der Buchhandlung investieren, sind es bei Männern knapp 40%. Diese wiederum erwerben zu 28 % im Internet, während es bei Frauen nur 13% sind. Insgesamt verbuchte der Markt ein Umsatzplus von 17 % allein im ersten Halbjahr 2006. (Quelle GfK)Noch mehr Interesse bei Kindern und JugendlichenWie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels ermittelte, konsumieren
bereits 68 % der befragten Kinder und Jugendlichen zwischen 5 und 21 Jahren Hörbücher. Primär zum Entspannen, jedoch auch zu Informationszwecken. Auf die Frage, worin das Taschengeld investiert
würde, antworteten über 30% zu Gunsten des Hörbuches, während
sich noch knapp 70% für das gedruckte Buch entscheiden. Ein Trend, der durch das Internet und portale Musikspieler weiteren Antrieb erhält.Quellen: Börsenblatt Spezial, GfK

Die Zeitschrift enthält wirklich einzigartige Portraits von Hörbuch / Hörspiel-Sprechern und Hörbuch-Verlagen. Für mich eine wertvolle Ressource! Die Frage, die offen bleibt ist kann man dieses Niveau zu diesem Heftpreis aufrecht erhalten? Und noch viel wichtiger: Gibt es genügend Menschen in Deutschland die nicht nur Hörbücher nutzen, sondern sich “aktiv mit dem Medium Hörbuch auseinander setzen” möchten, denn das halte ich für eine Vorbedingung für den Erfolg dieser neuen Zeitschrift. Mal schauen was die Zeit da so bringt. Würde mich ja sehr freuen, wenn ich auf den Presseverteiler der Zeitschrift kommen würde! :-)

Zu Kosten pro Lesesstunde und anderen Sachen über Audible

Verfasst am 21.12.2006 um 11:04 Uhr

Habe gerade das Interview mit (dem Chef von Audible.de) Arik Meyer in der Zeitung Internet Business Word vor mir. Hier einige interessante Sachen:

Bei der Produktion von Hörbüchern kann man mit Produktionskosten von 500 bis 1.000 Euro pro Lesestunde rechnen. Allerdings muss ich bemerken, dass ein Hörbuch nicht nur aus dem gesprochenen Wort besteht. Da kommt dann noch Artwork etc. hinzu und die Autoren wollen auch noch was haben und wenn man CDs presst kostet das auch noch etwas.

In den USA hat Audible 350.000 Kunden und einen Umsatz von 63 Mio Dollar im vergangenen Jahr.

In den USA werden p.a. 800 Mio Dollar mit Hörbüchern umgesetzt.

Mitgesellschafter von Audible Deutschland wie Random House bieten als Marketing für Audible teilweise vor der Veröffentlichung eines Hörbuchs auf CD den Titel bei Audible zum Download an.

Ein Großteil der Audible Kunden sind Abonnenten und kaufen im Schnitt 28 Titel pro Jahr. Sie sind Vielhörer, d.h. hören 2-3 Titel pro Monat. 70% Männer und die größte Alterskohorte ist zwischen 30 und 40.

Zum Vertriebskanal Tankstellen für Hörbücher

Verfasst am 11.10.2006 um 09:09 Uhr

Nach langer Inaktivität im Blog hat mir die diesjärige Buchmesse - die gerade erst letzte Woche war wieder große Lust aufs Bloggen über Hörbücher gemacht. Der Vertriebskanal Tankstellen scheint im Moment sehr heiß zu sein. Es gibt mehrere Vertriebsfirmen die großes Engagement an den Tag legen um diesen Vertriebskanal für Hörbücher und Hörspiele zu erschließen. Bislang größter Fisch in diesem Teich ist das Unternehmen Audiomedia, dass eine exklusive Kooperation mit dem ADAC und Tank & Rast vorweisen kann. Dann gibt es ein Unternehmen, dass sonst eher Hörbücher in eigenen Rollwägelchen / beweglichen Regalflächen in Kiosken verkauft und das jetzt massiv in den Tankstellenbereich geht. Eine Firma die erste Kooperationen mit Rasthöfen und Tankstellen hatte ist nämlich unlängst wohl pleite gegangen so dass es hier ein kleines Machtvakuum gibt in das vorgestoßen wird. Dann gibt es noch ein Unternehmen aus Berlin, welches exklusive Rechte mit freien Tankstellen hat und dadurch auch signifikante Vertriebsmöglichkeiten. Bin gespannt wie lange es dauert bis es an allen großen Tankstellen Hörbücher gibt. Irgendwie erinnert mich das an diesen frühen Hörbuch-Verleih-Service aus den USA, der mittlerweile aber anscheinend eingangen ist. Da war es wohl so, daß man ein Hörbuch an einer Tankstelle an der Autobahn ausleihen konnte und es dann - nachdem es gehört wart - wieder an einer anderen Tankstelle abgeben konnte. Bei den langen Strecken in den USA eine perfekte Idee. Was mich beim Tankstellenmarkt ein wenig wundert ist wie scheinbar problemlos Hörbuchverlage hier einsteigen. Die Margen sind nämlich wesentlich geringer als beim Vertrieb via Buchmarkt. Frage mich wie Buchhändler reagieren würden, wenn sie wissen würden, dass die Hörbücher an andere günstiger verkauft werden …

Zu meiner ersten Erfahrung mit einer Hörstation

Verfasst am 30.07.2006 um 15:00 Uhr

Gestern hatte ich mal wieder Zeit im Koblenzer Thalia zu stöbern und bin dabei zum ersten Mal Hörbar Hörstation getroffen. Jaja. Manchmal bin ich der Zeit hinterher! ;-)

Hörbar Hörstation

Ich habe das gute Stück mit vier Hörbüchern getestet. Die Idee ist das man den Barcode des Hörbuchs vor das Gerät hält und dann kann man automatisch eine Hörprobe zu diesem Hörbuch abrufen. Bei zwei von vier Versuchen hatt es nicht geklappt, siehe folgende Bilder

Hörbar Hörstation

Hörbar Hörstation

Das das Star Wars Hörspiel nich drin war fand ich nicht so verwundernswert aber das andere war eine DAV Titel und das ist einer der größten Deutschen Hörbuchverlage… Natürlich ist das für eine empirische Untersuchung eine zu kleine Basis aber mein Endkundenerlebnis war definitiv nicht optimal.

Zu Hörbüchern als Werbemittel

Verfasst am 12.05.2006 um 09:29 Uhr

In einer kleinen Zeitschrift namens visAvis Economy - einer kostenlose Beilage der FTD habe ich einen lustigen Hinweis gefunden

Outsourcing für die Ohren
Wie können Mittelständler durch Outsourcing … blablayaddayadda…
Das Hörbuch “Mehr Freiheit durch Outsourcing - Trends und Tendenzen” ist unter www.tds.de/hoerbuecher kostenlos zu beziehen. Unter den Top 10 Outsourcing-Anbietern in Deutschland … blablayaddayadda…

Ich habe schon mal ein solches “Werbemittel-Hörbuch” von SAP in der Hand gehabt und diese Firma TDS ist auch aus dem SAP-Umfeld. Ich finde es höchst interessant, wie hier Hörbücher als Werbemittel eingesetzt werden. Da dieses Outsourcing Hörbuch bereits das zweite Werbemittel-Hörspiel des o.g. Unternehmens ist (Nr. 1 hieß irgendwas mit Prozessindustrie), scheint man mit dem Werbeeffekt dieses Werbemittels zufrieden zu sein. Könnte mir vorstellen, daß die Firmen, die so etwas einsetzten wahrscheinlich zurecht denken, Ihre Kunden haben selten Zeit zur fachlichen weiterbildung und verbringen viel Zeit im Auto. Könnte mir gut vorstellen, daß das hinhaut.

Zu einer Hörspiel Promotion bei der Koblenzer DVD Börse

Verfasst am 26.03.2006 um 19:34 Uhr

Wegen Hitflip war ich heute mit Jan in Koblenz auf einer DVD-Börse wobei es auch Musik-CDs und Comics. Weiter unten auch ein paar photographische Impressionen dazu. Wir waren beide noch nie auf einer solchen Veranstaltung und wollten das daher mal begutachten, weil es in gewissem Sinne eine Konkurrenz zu Hitflip ist. Was aber viel relevanter für diesen Blog ist habe ich leider verschlafen zu Photographieren. Auf solchen DVD Börsen / Filmbörsen gibt es ja viel auch so Grusel und Horror Videos, die man sonst wohl eher nicht so einfach bekommt. Ein fuchsiger kleiner Horror / Grusel Hörspiel Verlag hatte einen Ministand und hat dort intensivst um Kunden geworben und seine Hörspiele direkt an den Mann gebracht. Ich frage mich die Ganze Zeit wie ich nur vergessen konnte das zu Knipsen. Bin noch ein wenig mitgenommen vom gestrigen langen Abend. Daran wird es liegen. In jedem Fall war es sehr lustig diesen kleinen Hörspielmacher zu beobachten (Vielleicht war es auch einfach nur ein Verkäufer?). Er sagte zu der zunächst interessierten und dann effektiven Käuferin, daß sie das Hörspiel lieber nicht beim Autofahren hörsen sollte, weil man sich sehr darauf konzentrieren müßte wegen irgendwelchen Geisterstimmen. Er riet zum Hören in der Badewanne. :-) Habe mir schön einen geschmunzelt.

DVD Börse

DVD Börse Koblenz

Film Börse - Video Börse

Filmbörse Videobörse

Zur Werbung von Audio Libri bei Spiegel Online

Verfasst am 20.03.2006 um 17:57 Uhr

Libri macht dieser Tage Bannerwerbung bei Spiegel online insbesondere auf der Startseite und insbesondere für den Hörbuch-Download-Bereich namens Audio.Libri. Bei Spiegel.de kann man meines Wissens nach nur per TKP Werbung schalten also nimmt da jemand richtig Geld in die Hand. Ich tippe mal auf ein paar zig-Tausend Euros. Ob sich das mal lohnt? Vielleicht sollten die lieber mal ein ordentliches Parntprogramm aufbauen. Außer Audible hat sowas bisher keines der Download-Portale und das von Audible ist für viele, viele Webmaster inkl. mir wenig lukrativ und daher nicht attraktiv. Bei der Audio.Libri Werbung wird herausgestellt, daß man die Dateien als MP3 und als WMA bekommen kann. Ich frage mich ob es Player gibt, die WMA abspielen aber kein MP3??? Da bin ich nämlich überfragt. Wenn sind diese Art von Player sicher kein Massenphänomen und dann verstehe ich auch nicht warum das anbieten vom WMAs in den Vordergrund gerückt wird. Oder geht es eher um das MP3 Format als Kontrast zu Audibles .aa Format? Man weiß es nicht… Angepriesen werden zwei Titel: Kaminers Best of Live für 11,99 € und Susanne Frölichs Familienpackung für 9,99 € was auch im vergleich zu den anderen beiden Anbietern, wo es diese Titel zum Download gibt, günstig ist…

Zur Zeitschrift HörBuch Magazin - die Zeitschrift für Hörbücher und Hörspiele von Typemania / Carsten Scheibe - Hörbuchmagazin

Verfasst am 16.03.2006 um 19:10 Uhr

Bevor es Mißverständnisse gibt gleich vorab: Das HörBuch Magazin - die Zeitschrift für Hörbücher und Hörspiele von Typemania / Carsten Scheibe gibt es nicht mehr. Es gab nur zwei Ausgaben. Mein Blog-Eintrag hat eher Informations- und Dokumentationszwecke. Habe einige Eindrücke fotographisch festgehalten so daß diejenigen, die die guten Stücke nicht gesehen haben sich auch eine Idee verschaffen können. Die Fotos sind von der Qualität her deutlich besser als sie im Blog dargestellt werden. Wer etwas “genauer hinschauen” will -> Rechte Maustaste auf das Foto und dann “Grafik anzeigen”. Es gab vom Hörbuch Magazin nur wzei Ausgaben: “Nr. 3/2005 Juni/Juli” und “Nr. 4/2005 Aug./Sept.”. Ich hatte die Ehre und habe mit Carsten Scheibe mal telefonieren dürfen und er hat mir erläutert, warum das Magazin eingestellt wurde. Es wurden von der ersten Auflage 40.000 Stück gedruckt/gepresst und es konnten nicht einmal 5.000 Stück verkauft werden, wo ungefähr der Break Even gelegen hätten. Warum produziert man also die zweite Ausgabe, wenn die erste schon nicht gezogen hat? Das hat mit Besonderheiten des Zeitschriftenmarktes zu tun. Da funktioniert es so, daß der Verlag auf eigene Kosten Zeitschriften produziert, die dann meißt über einen Dienstleister verteilen läßt und wenn die nächste Ausgabe einer Zeitrschrift rauskommt tauscht der Dienstleister die alte Ausgabe durch die neue aus am Vertriebsort und dann wird zwischen Zeitschriftenverlag und Distributionsdienstleister abgerechnet. Man sieht wie viel da ist und wenn man das von der Menge abzieht, die gedruckt wurde weiß man wie viele verkauft wurden. Weiteres Details dieses Medienmarktes: Der Verlag trägt die Kosten für gestohlene Wahre. Ich finde es ein Wunder wie Unternehmen unter solchen Bedingungen überleben können. Allen Respekt. Nun aber zurück zu der Hörbuchzeitschrift die leider nicht sein sollte. Stückpreis war 9,90 Euro worin eine randvolle Hörbuch-CD enthalten war. Darauf waren Titel von Vorleser.net (Hallo Johannes! ;-) ). Eigentlich ein attraktives Angebot auf den ersten Blick. Hinzu kommt, daß Layout super gestaltet ist und die Texte sehr gut geschrieben. Typemania sind ja auch keine Amateure sondern haben entliche Zeitschriften im Portfolio. Ich nehme an, daß Auslöser für den Launch des Magazins das vielfache Beschwören des Hörbuch Booms war. Wenn man von sowas redet, was meiner Meinung nach übertrieben ist, dann muss man differenzieren. (Sagen wir statt “boomend”) Konstant auf geringem zweistelligen Niveau wachsend ist der Erwachsenen-Hörbuch-Markt. Der Kinder-Hörbuch/Hörspiel-Markt ist soger eher am stagnieren, auch wenn er noch vielleicht ein wenig größer ist. Die Ausrichtung des Hörbuchmagazins war aber zu 90% auf den Kinderhörbuchmarkt oder halt als Führer für Eltern, die ihren Kindern Hörbücher kaufen möchten. Also meiner Meinung nach ist das der erste Fehler. Man hätte deutlich mehr Betonung auf den Erwachsenen-Hörbuch-Bereich legen müssen. Der zweite Punkt ist, das ich denke, daß das mit Ratgebern für Eltern die über Einkäufe für Kinder empfehlen nicht glaube. Ich kann mich nicht erinnern, daß ich die Tipps meiner Mutter bei Hörspielwünschen habe einfließen lassen. :-) Erschwerend kam sicherlich auch hinzu, daß keiner der großen Erwachsenen-Hörbuchverlage geholfen hat und die Macher diese kleine Mediennische noch nicht so gut kennen. Man hätte in Kooperation mit einem Buch-/Hörbuchverlag diese Zeitschrift nämlich sicher sehr erfolgreich über den Buchhandel vertreiben können, statt nur über den normalen Zeitschriftenhandel. Ich finde es schade, daß der Versuch nicht geklappt hat. Genug gelabert. Nun die Bilder.

Hörbuch Magazin

Hörbuch Zeitschrift

Hörbuch Zeitung

Hörspiel Magazin

Hörspiel Zeitschrift

Hörspiel Zeitung

Hörbuchmagazin

Hörspielmagazin

Hörbuchzeitschrift

Hörspielzeitschrift

Audiobook Zeitschrift Zeitung Magazin

Hörbuch Magazin

Hörbuch Magazin

Hörbuch Magazin

Zu DVD und Hörbuch Bundles

Verfasst am 13.03.2006 um 21:12 Uhr

DVDs gibt es ja oft in unterschliedlichen Versionen: Von “Plain Vanila” (einfach nur der Film) bis zu Director’s Cuts, Extended Editions, Stealcases, Widescreeen Editions etc. Ich lese gerade die Ausgabe 10/06 der Zeitschrift Medieninsight, die eine Art Branchenmagazin für den Videoverleihmarkt ist. Darin enthalten ist unter anderem ein Portrait über Capelight Pictures und deren beiden Machern Steffen Gerlach und Stephan Selms. Unter anderem wird hier erwähnt, daß geplant wird den Horror Klassiker Schloß des Schreckens in einem Bundle zusammen mit einem Hörbuch als collectors edition herauszubringen. Neben dem Film bekommt der Käufer dann das Hörspiel “Die Unschuldsengel“, daß zu diesem Zwecke von Maritim lizensiert wurde. Sowas könnte man dann mit crossmedialer Verknüpfung betiteln. Hoch interessant! Die
Felidae Box inkl. Hörbuch und Roman von 2002 wird auch erwähnt und auch, daß diese sich wohl gut verkauft hat. Solche Aktionen finde ich wirklich sehr spannend. Schade das man keine genauen Zahlen erfahren kann…

Zu Hörbuchverlagen, die ihre eigenen Hörbücher auf eBay verkaufen

Verfasst am 05.02.2006 um 09:25 Uhr

Habe gerade noch eine lustige Werbeform bei eBay entdeckt und die hat mich direkt zu einem Posting inspiriert. Das eBay eine mögliche und attraktive Bezugsquelle für Hörbücher ist, ist nichts neues. Schon lange gibt es Hörbuch-Auktionen und Direktkaufmöglichkeiten die meist unter der unverbindlichen Preisempfehlung liegen. Dafür sind die Porto- und Verpackungskosten wie oft bei eBay eher hoch. Manch kleine Verlage trauen sich auch, sich ebenfalls bei eBay zu tummeln. Das ist natürlich in gewisser Weise ein Spiel mit dem Feuer. Es hat Vor- und Nachteile. Es gibt Verlage, die ihre Produkte (eigentlich eher nur zu Werbezwecken) zum Sofort Kaufen anbieten und andere, die soweit gehen ihre eigenen neuen Hörbücher in Auktionen ab 1,- Euro anzubieten, wie zum Beispiel der Flexible Literature Verlag:


Hörbücher von Flexible Literature

(Bitte beachten: Bei diesem Banner steht zwar “Unser Webshop” aber es ist nicht meiner!)

Ich will mal versuchen Vor- und Nachteile einer solchen Vorgehensweise aufzulisten. Vielleicht kann ja noch jemand etwas hinzufügen.

Vorteile

  • Man bekommt auf diesem Wege mehr Kundenkontaktdaten und kann später diesen Kunden direkt Neuveröffentlichungen verkaufen, z.B. über die Verlagseigene Homepage
  • Man bekommt ein Gefühl für die Wertschätzung = Zahlungsbereitschaft von Endkunden für die eigenen Produktionen. Da kann man als Verlag ja in zwei Richtungen daneben liegen. Der normale Preis kann zu teuer oder zu niedrig sein.
  • Es ist eine Art von Werbung bei eBay mit seinen Produkten präsent zu sein.

Nachteile

  • Man kann dadurch Einzelhandelspartner, Grosshandelsparter, Distributionsdienstleister, Grossisten und sonstige ähnliche evtl. erzürnen, denn es kann durchaus passieren, daß ab und zu ein Hörbuch sogar unter dem Preis verkauft wird, der den zuvor genannten als Einkaufspreis angeboten wird. Das ist natürlich nur dann relevant, wenn zuvorgenannte eBay überhaupt als relevanten Konkurrekten / Markt ansehen und ich weiß nicht, inwiefern das gegeben ist. Das ist zwar nur ein Punkt bei den Nachteilen aber der kann potentiell so groß sein, daß er alle Vorteile aufwiegt denn meißt vertreibt man über die hier beschriebenen Vertriebsmittler das X-fache von dem, was man über eBay direkt verkaufen kann.

Tja, mehr fällt mir im Augenblick nicht ein. Vielleicht kommen bei Gelegenheit Nachträge.

Zu Claudio Taschentüchern

Verfasst am 25.01.2006 um 18:02 Uhr

Wieder ein tollen Hinweis eines Bloglesers! :-)

——– Ursprüngliche Nachricht ——–
Betreff: Claudio verteilt Taschentücher.
Datum: Wed, 25 Jan 2006 16:48:25 +0100
Von: Roland B ….. roland .b……@iverso.de
An: andre ÄÄÄÄHHHTTonlinespiele-1.de

Hallo Andre,

Claudio verteilt jetzt Taschentücher.
2tes Bild.
http://www.spreeblick.com/2006/01/25/aus-munchen-mitgebracht/

Ist das sinnvoll?

Schöne Grüße
Roland

Hier das, worauf er sich bezieht:

Claudio Hörbuch Download Taschentücher

Bevor ich meine Sülze abgebe hier was die Leute von der Spree dazu sagen. Köstlich.

Ist es eigentlich Pflicht für deutsche Unternehmen, im Marketing so schwachsinnig wie möglich zu sein? Das Hörbuch-Portal Claudio, bei dem es selbstredend „Hörbücher und mehr“ gibt, wirbt nicht nur mit dem entsetzlichen Claim „Ich les audio - mit claudio“, dem nicht nur ein Apostroph sondern auch Sinn fehlt, und bewirbt die eigentlich gar nicht so schlechte Site mit Taschentüchern.

Das brachte mich ins Grübeln. Taschentücher. Hörbücher. Ich kam auf keinen Zusammenhang, bis ich vor Neugier beinahe platzte (ich wollte „schier barst“ schreiben, da ich das schöner finde, aber es sieht einfach nicht aus) und das Päckchen umdrehte. Dort steht dann des Rätsels Lösung:

„Wenn unsere Liebesgeschichten Sie mal wieder zu Tränen rühren…“

Das Gerücht, dass es auch Taschentuch-Packungsversionen mit „Falls Sie nach dem Einkauf bei uns was zum in die Ohren stopfen brauchen…“ und „Damit beim Hören unserer Erotikgeschichten nichts in die Hose geht…“ gibt, bleiben solche.

Also zum Namen Claudio habe ich mich ja auch schon mal ausgelassen. Der hat für mich immer noch am meisten etwas von “Klauen” und das ist nich positiv. Der Claim ist leider auch nicht der Brüller in meinen Ohren. ;-) Ich finde das Werbemittel Banane! Sorry! Wenn, dann finde ich die Erklärung von den Berlinern am besten. “Wenn das Erotik Hörbuch in die Hose geht..” Ich lache mich schepp! PRUST! Also ein bisschen mehr “Audio”-bezug fände ich besser. Wie wäre es mit Oropax (wie schreibt man die eigentlich korrekt?)? Claim “An meine Ohren kommen nur Oropax oder Claudio”. Oder als Hochwertiges Werbemittel BOSE-Kopfhörer. Falls sowas mal aufgelegt wird teste ich es gerne! ;-) Also wirklich. Ne! Bin ich froh sagen zu dürfen was ich will über solche Marketingaktionen … Claudio sollte lieber mal dringend ein Partnerprogramm aufsetzen bevor irgendwelche Offline-Sonder-Werbemittel gestaltet werden… Mannnmannmann

Zum neuen Hörspiel-Magazin Lauscher (Arbeitstitel)

Verfasst am 25.01.2006 um 16:12 Uhr

Gerade flattern mir Unterlagen in die Hand, daß es wieder einen Versuch geben wird ein eine Hörbuch / Hörspiel- Zeitschrift zu starten. Ein Herr Thomas Bayer aus Poppenhausen hat entsprechende Schreiben in diesem Monat an unterschiedliche Hörbuchverlage geschickt. Starten soll das Magazin im März / April 2006 und soll sicher Hörspielen, Hörbüchern und Filmen widmen. Lauscher ist nur der Arbeitstitel. Die geplante Erscheinungsfrequenz ist monatlich und pro Ausgabe sollen 60-90 Hörwerke und 8-12 Filme rezensiert werden. Bei der Formulierung des Anschreibens bekommen ich schon wieder den Eindruck, als ob da jemand den Unterschied zwischen Hörbuch und Hörspiel noch immer nicht verstanden hat. Tststs. Schlechter Anfang! Das durch Anzeigen finanzierte Blatt soll kostenlos verteilt werden. Geplant ist eine Auflagenhöhe von 40.000 bis 55.000. Erinnert mich ein bisschen an das Hörbuch-Magazin der BWD9 - Buchwerbung der Neun. Das Heft soll in Buchhandlungen in Hessen und Bayern ausliegen, die Audiobooks im Sortiment haben. Außerdem Kinos, Bibliotheken und Unis. Seit wann sind Studenten eine relevante Zielgruppe? Hörbücher sind teuer und Studi-Budgets knapp. Studenten haben eher Zugang zu Kopien, als das sie sich Originale kaufen…. Als Fokus werden “insbesondere Familien mit Kindern” genannt. Damit ist das nach zwei Ausgaben wieder eingestellte Hörbuch-Magazin von Typemania schon gescheitert. Oh, dabei fällt mir ein, daß ich dazu auch noch mal etwas bloggen wollte. Hupsi…. Kommt direkt auf die ToDo-Liste. Dann ist noch die Rede davon, daß eingene Lesungen organisiertn werden sollen und zwar in Buchhanldungen in Fulda und irgendwelche anderen Hörspielveranstaltungen … Intensivst wird natürlich für die Schlatung von Anzeigen geworben, denn nur dadurch läßt sich das Projekt realisieren. Außerdem dabei sind ein Titelentwurf aber den derzeitigen Namen wird das Projekt sicher nicht behalten denn lauscher.de ist schon lange von irgendwem anderen eingenommen. Umfang sollen 40-48 Seiten werden. Perlig finde ich auch, daß der Organisator des ganzen, Thomas Bayer, seinen Lebenslauf beigelegt hat. Wieder und wieder erhärtet sich beim Durchblättern der Eindruck, daß der Unterschied / ZUsammenhang der Begriffe Hörbuch und Hörspiel nicht verstanden wurde. Zwischendurch mal wird Lauscher als “Veranstaltungsmagazin” betitelt. Ist das ein Copy-&-Paste-Fehler eines vorhergehenden Versuchs in ähnlicher Richtung? Werbugn kann man ab 400 Euro Buchen. Die ganze Seite geht für 1450 über die Ladentheke und dann natürlich Rabatte blabla etc. Also ganz ehrlich, wenn ich wetten müßte ob das Ganze etwas wird oder nicht, mein Votum wäre Daumen nach unten. Sorry. Ich würde mich aber sehr freuen, wenn es meinen Unkenrufen zum Trotz klappt, denn dem Medium Hörbuch würde es gut tun.

P.S. Hach, was ich mich freue, wenn ich ausnahmsweise etwas vor den Hörothekern veröffentliche! LG an die Wagners! ;-)

Zur Diogenes Hörbuch Kampagne

Verfasst am 23.01.2006 um 11:13 Uhr

Ich muss ja sagen, daß ich immer wieder überrascht bin, was für geile Leser mein kleiner schrulliger Blog doch hat. Hier eine Mail, die ich gerade bekommen habe. Da weiß jemand wohl ganz genau, auch welche Art von Infos und Wissen icht total abfahre ;-)

——– Ursprüngliche Nachricht ——–
Betreff: Diogenes Hörbuch Kampagne: “Zu viel lesen kann Ihren Augen schaden.”
Datum: Thu, 19 Jan 2006 12:55:35 +0100
Von: Roland B……
An:

Hallo Andre,

erstmal gute Besserung und bitte achte mehr auch Dich. :)

Diogenes hat eine Kamapagne für seine Hörbücher (nur in der Schweiz?)
gestartet:
http://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=57386

“Zu viel lesen kann Ihren Augen schaden.”

Das das ein Buchverlag sagt mag ja noch amüsant sein aber nicht das Buch
schadet den Augen und nimmt Hörbüchern den Umsatz sondern der
Röhren-Fernseher!

Schöne Grüße
Roland

Und hier gleich der Inhalt der o.g. Webseite damit man nicht viel klicken und blättern muss:

Euro RSCG: Kampagne für Diogenes Hörbücher [19/01/2006]
“Zu viel lesen kann Ihren Augen schaden.”

Diogenes ist der grösste rein belletristische Verlag Europas. In einer Gesamtauflage von fast 150 Millionen Exemplaren sind bisher 4858 Titel erschienen, von denen über 1800 noch heute lieferbar sind. Neu im umfangreichen Verlagsprogramm des Zürcher Traditionsunternehmens ist eine Hörbuch-Reihe.

Werke von namhaften Autoren wie W. Somerset Maugham, Donna Leon, Bernhard Schlink, Paolo Coelho oder Ian McEwan werden gelesen von nicht minder namhaften Sprecherinnen und Sprechern wie Hannelore Hoger, Jan-Josef Liefers, Rufus Beck oder Hans Korte.

Euro RSCG Zürich hat für die Hörbücher eine Anzeigen-Kampagne entwickelt, welche den Verlags-Grundsatz von Voltaire “Jede Art zu schreiben ist erlaubt - nur die langweilige nicht.” auf die Werbung ummünzt. Denn die Idee könnte pointierter kaum sein. Da warnt nämlich tatsächlich ein Buchverlag vor übermässigem Bücherkonsum! Geradlinig und überraschend, indem Bilder in absoluter Unschärfe gezeigt werden, welche man eigentlich gerne scharf sehen würde. Hat doch zuviel Lesen genau genommen nur einen Nachteil: es schadet den Augen. Ganz im Gegensatz zu dieser Art von Werbung.

Verantwortlich beim Diogenes Verlag: Daniel Kampa, Margaux de Weck; bei Euro RSCG Zürich: Frank Bodin (Gesamtverantwortung), Petra Bottignole (CD), Dominik Oberwiler (AD), Petra Bottignole (Text), Caroline Ronzani (Beratung).

Kampagne für Diogenes Hörbücher

Kampagne für Diogenes Hörbücher

Ich finde die Werbekampagne superlustig. Sehr viel Selbstironie! So eine Anzeige bekommt sicher einiges an Aufmerksamkeit und wird sicher zum Hinschauen und später Hinhören verführen. Bin gespannt ob man irgendwo auch in deutschen Zeitschriften diese tollen Anzeigen zu sehen bekommt. Großartig! Also in meinem Ansehen ist der Diogenes Verlag mit solch einem Move um etliche Punkte gestiegen. Super. Hätte ich, ehrlich gesagt, so einem alteingesessenem und etabliertem Buchverlag echt nicht zugetraut. Toll!