Zu einer Studie über den Wachstumsmarkt Hörbücher von Innofact

Verfasst am 01.11.2007 um 01:28 Uhr

Die Innofact AG hat im September 2007 eine Studie / Umfrage zum deutschen Hörbuchmarkt gemacht, die mir freundlicher Weise zugesandt wurde. Das Werk umfasst etwa 40 DIN A4 Seiten. Es wurden dabei 1006 Interviews online durchgeführt und es soll eine repräsentative Stichprobe sein. So wie ich das verstehe bezieht sich die “Repräsentativität” nicht nur auf die “Online-Bevölkerung” sonder auf die gesammte deutsche Bevölkerung. Die Interviews wurden online durchgeführt mit einem Fragebogen - da ist mir nicht ganz klar, wie man per Fragebogen interviewt auf den ersten Blick. Den Rest dieses Eintrags lesen »

Zu Onleihe

Verfasst am 30.09.2007 um 22:11 Uhr

Ein Namensvetter hat mich gerade auf etwas Interessantes hingewiesen

ich bin gerade über ein Konzept der Stadtbüchereien gestolpert: Onleihe.

Bin zwar nicht ganz durchgestiegen, warum digitale Medien sozusagen in begrenzter Stückzahl ausgeliehen werden, aber das hat wahrscheinlich mit den allgemeinen Regeln für Büchereien zu tun.

Vielleicht ja ganz interessant für Dein Hörbuch-Blog, denn es werden auf den bereits angeschlossenen Websites der Stadtbüchereien auch eine Reihe von Hörspielen und Hörbücher aus unterschiedlichen Genres angeboten.

Hat das schon mal jemand hier aus dem Leserkreis ausprobiert. Taugt und funktioniert das?

Zu einer Mail von Audore

Verfasst am 08.07.2007 um 23:58 Uhr

Folgende Mail habe ich erhalten …

Hallo Andre,

ich bin gerade auf deinen Blog gestoßen und habe mir deine Themen näher angesehen. Besonders die knappen aber aussagekräftigen Rezensionen gefallen mir. Das ist nicht nur das bekannte, alles beschönigende Rezensionsallerlei, sondern auch mal erfrischend ehrliche Meinungen ;)

Zu meiner Person: Mein Name ist Jan (B………) und bin für das Hörbuch-Portal Audore (www. audore.de) verantwortlich. Audore soll ein Portal für Hörbuchfreunde sein, auf dem man sich gegenseitig austauschen und mit einander plaudern kann, quasi ein Portal von Hörbuchfans für Hörbuchfans. Aber schau es dir am besten selbst einmal genauer an.
Audore ist noch sehr jung. Der Start des Portals war am 18. April diesen Jahres. Das neueste Feature ist eine ausführliche Vorstellung von Seiten zum Thema Hörbücher, die jede Woche einen neuen Link genau unter die Lupe nimmt. Wie du nun ev. schon erraten hast möchten wir gerne mit deinem Blog beginnen.

Falls du daran Interesse haben solltest würden wir uns freuen, wenn du uns bei der redaktionellen Arbeit etwas unterstützen würdest und einen eigenen Kommentar zu deiner Seite abgeben würdest. Dies könnte z.B. den Hintergrund des Ganzen, die Entstehungsgeschichte und damit verbundene schöne Erlebnisse oder auch Schwierigkeiten, der bisherige Erfolg oder auch deine Zukunftspläne beinhalten.

Außerdem würden wir uns auch über eine gegenseitige Verlinkung freuen. Ich habe gesehen, dass du bereits eine kleine Liste mit interessanten Links hast. Diese würden wir natürlich auch gern um Audore.de ergänzen.

Ich freue mich auf eine Antwort und wünsch dir schon einmal viele gute Ideen für deine nächsten Meldungen.

Schöne Grüße
Jan
www. audore.de
xxxx@audore.de

Bin mir nicht ganz sicher was ich davon halten soll… Was würdet ihr sagen bei so einer Mail? Ich bin eher weniger angetan …

Zu Quellen für Hörbuchsprecher

Verfasst am 01.02.2007 um 20:17 Uhr

Habe gerade folgende Mail bekommen

Lieber Andre,

wir suchen gerade einen Sprecher für eine kleine Hörbuch-Produktion.
Es handelt sich um eine E……………., die R………………….. auf Holländisch gemacht hat.
Der Sprecher sollte ein bisschen das tiefe, weiche Timbre von ……………… besitzen. Kennst du da jemand, der das gut und schnell hinkriegt oder sage mir, wohin ich mich wenden kann.

Für deinen Input bin ich dankbar und grüße herzlich!
F………

Mein Vorschlag / meine Antwort wäre mal hier zu schauen:
http://www.hoerbuch-links.de/Vorleser_Sprecher_Erzaehler/

Zum Hörbuchhören via Handy

Verfasst am 22.01.2007 um 18:00 Uhr

Nachdem mein altes Hörbuch-taugliche Handy - das W800i - in die Tage gekommen ist, werde ich jetzt wahrscheinlich umsatteln und zwar höchstwahrscheinlich auf das K800i von gleichen Hersteller (SonyEricsson). Meinungen zur Hörbuchtauglichkeit des guten Stücks?

Zu meinem im Mai gegebenen Interview für den Buchmarkt

Verfasst am 17.07.2006 um 09:59 Uhr

Rene stellt mir ab und zu Fragen per eMail, wenn er gerade wieder an einem interessanten Artikel für den Buchmarkt arbeitet. Hier meine Antworten zu seinen Fragen von Mitte Mai.

1. Was ist deine Einschätzung: Lässt sich der Buchhandel beim Hörbuch immer mehr sozusagen die Butter vom Brot nehmen? Wenn ja, warum? Was sind die größten Mankos?

Ich glaube, dass der Buchhandel prozentual immer weniger des Hörbuchhandels haben wird. Meiner Einschätzung nach liegt das daran, dass es dem Buchhandel dank Buchpreisbindung eigentlich noch recht gut geht. Dadurch sind Buchhändlern einfach nicht “aggressiv” genug. Online-Buchhändler sind da sicher eine Ausnahme. Andere Vertriebsformen stehen viel mehr mit dem Rücken an der Wand oder sind viel “hungriger”. Aber die Verlage tun auch ihres dazu, dass die Buchhändler gar nicht erst aus ihrem Dornröschenschalf aufwachen. Warum sollte man bei Hörbüchern immer noch mit Rabatten die Preise festsetzen. Das ist bei Buchpreisbindung vielleicht praktisch aber eigentlich ist bei Hörbüchern alle frei verhandelbar. Die Verlage haben beim Absatzweg Buchhandel ja auch die besten Margen, wenn nicht zu viele Vertriebs- / Distributionsdienstleister dazwischen geschaltet sind.

2. Wie können die Buchhändler gegen diese Entwicklung ankämpfen?

Aktionen machen mit den Hörbüchern. Einfallsreich sein. Lust auf mehr entwickeln. Einfach mal in den lokalen Lebensmittelhandel oder Elektronikfachhandel gehen und sich inspirieren lassen.

3. Sollten Buchhändler auch Hörbuch-Downloads verkaufen?

Ich persönlich finde die Idee der MP3-Zapfsäule und ähnlicher Konzepte weniger Sinnreich. Dann sollten Buchhändler auch eBooks verkaufen. Halte ich auch für wenig sinnreich. Insbesondere frage ich mich, wie man derzeit guten Gewissens für ein bestimmtes Download-Portal werben kann. Von dem knappen Dutzend, die es jetzt gibt, wird es in 3 Jahren sicher die meisten nicht mehr geben und dann hat der Kunde, den man zu dem “falschen” System gelockt hat einen Groll. Außerdem müssten Download-Portale den Buchhändlern eine Lifetime Pay per Sale Vergütung bieten oder vergleichbares bieten um fair zu sein und das will garantiert noch keines der Download-Portale.

4. Der Kopierschutz-Glaubenskrieg zwischen MP3s mit Wasserzeichen und DRM mit User-Einschränkungen: Welches System ist besser? (für die Verlage, für die Kunden)

Für Verlage ist DRM besser, da es das unendlich häufige Kopieren der Hörbuch-Audiodatein verhindert. Es schränkt dadurch aber den Kunden ein. Für Kunden ist MP3 mit Wasserzeichen gut, da es ihn in keiner Weise einschränkt. Für den Verlag ist MP3 mit Wasserzeichen weniger schön, denn es kann beliebig oft kopiert werden und der Schaden kann, wenn überhaupt, nur im Nachhinein festgestellt werden. Selbst wenn der “Schuldige” dann gefunden wird ist die rechtliche Handhabe dann nicht klar. Aus Verlagsperspektive ist DRM “Vorsorge” und MP3 mit Wasserzeichen “Nachher vielleicht Sorgen haben”.

5. Wie bewertest du “fertig konfektionierte” Hörbuch-Pakete von Barsortimenten für den Buchhandel?

Hierzu weiß ich nicht genug um mich zu äußern.

6. Wie groß siehst du die Chance, dass Hörbuch-Radiosender, die man zusätzlich bezahlen muss, Hörer gewinnen können?

Angesichts des massiven Aufkommens von Podcasting, was bisher in Deutschland und auch in den USA noch mehrheitlich kostenfrei ist würde ich persönlich keine Wetten auf einen Zahl-Hörbuch-Radio-Sender abschließen. Wenn UMTS irgendwann funktioniert könnte ich mir auf dieser technologischen Basis einen Bezahl-Hörbuch-Radio-Sender sehr gut vorstellen. Das wäre sehr convenient! Aber angesichts der Menge der Hörbücher die Radiropa gerade rausbringt mache ich mir keine Sorgen um die. Wenn sie ihre Hörbücher auf den üblichen Vertriebswegen ordentlich vermarktet kriegen wird das Engagement sicherlich kein Verlustgeschäft.

7. Die Hörbuch-Messen in Frankfurt und Leipzig sind etabliert. Sollte es weitere Plattformen fürs Hörbuch geben? Wenn ja, welche?

Meiner Meinung nach ist kein Platz für mehr sinnreiche und große Veranstaltungen. Die halbjährlichen Novitätenzyklen der Hörbuchbranchen sind sehr tief verankert. Was Fachveranstaltungen angeht, wird es auf absehbare Zeit nichts außer Frankfurt und Leipzig geben, was es sich lohnt zu besuchen. Was ich mir als sinnreich vorstellen könnte, wäre etwas, was ausschließlich auf Konsumenten ausgerichtet ist. Daraus könnte man vielleicht sogar eine Tour machen. Also die selbe Konsumentenmesse in jeder Stadt. Und dort dann einfach “noch unbeflekten Bürgern” das Hörbuch als Medium näher bringen. Könnte mir gut vorstellen, dass so etwas z.B. vom AK Hörbuch organisiert wird.

Höhrbücher

Verfasst am 30.06.2006 um 23:35 Uhr

Habe in einer Statistik was lustiges entdeckt. Höhrbücher bzw. Höhrbuch sind die häufigsten Vertipper für Hörbücher bzw. Hörbuch bei Suchmaschinen im Internet. Bin ja nicht gerade der Rechtschreibekönig aber sowas… :-)

Zum Wechsel des Vertriebsdienstleisters eines kleinen Hörbuchverlags

Verfasst am 10.06.2006 um 19:03 Uhr

Für kleine Hörbuchverlage gibt es Distributions- / Vetriebsdienstleister, die viele kleine Hörbuchverlage aggregieren und einen gemeinsamen Katalog rausbringen und dann auch die Distribution bzw. den Vertrieb für diese kleinen Verlage machen. Es gibt zwei wesentliche “unabhängige” solcher Dienstleister: Hörturz Booksound und Audiopool. Dann gibt es noch einige große Verlage wie Eichborn, die neben ihren eigenen auch die Hörbücher kleinerer Hörbuchverlage mit vertreiben. Gerade erreicht mich eine Pressemeldung in dieser Richtung

AudioPool übernimmt ab 1. Juli 2006 den Vertrieb der Hörbücher aus dem Flexible Literature Verlag
Flexible Literature hat bislang 26 Hörbücher in den Sparten Erotische Kurzgeschichten, Erotik-Ratgeber, Erotische Hörspiele und Asiatika / asiatische Philosophie veröffentlicht. Bislang hatte Hörsturz Booksound den Vertrieb für die Titel von Fexible Literature.

Sowas ist recht beachtlich. Sämtliche Publikationen der Buchbranche mitlesend habe ich in den vergangenen 5 Jahren von maximal zwei weiteren solchen Vertriebsdienstleisterwelchseln gelesen. Vielleicht gibt es ja in einem der Brachenmagazine mehr dazu zu lesen. Fände ich sehr interessant.

Zu Hörbuchartikel im Spiegel 12/2006

Verfasst am 19.04.2006 um 16:27 Uhr

Anläßlich der Leipziger Buchmesse gab es in der 12/2006er Ausgabe Spiegels ab Seite 194 einen Artikel zum Hörbuchmarkt. Will mal ein paar interessante Sachen daraus wiedergeben und kommentieren.

120 verschiedene Hörbuchverlage waren in Leipzig vertreten und damit ca. ein Drittel oder Viertel der Gesamtmenge. Umsatzmäßig waren sicherlicher drei Viertel des Hörbuchmarkts repräsentiert…

Für dieses Jahr wird mit einem Gesamtumsatz von 180 Mio gerechtent und bis 2010 sollen es bis 300 Mio werden. Wenn das wirklich so eintreten sollte dann hört der Hörbuchmarkt auf eine Nischenmarkt zu sein und wird zu einem wirklichen Massenmarkt.

Während Bücher zu über 70% von Frauen gekauft werden, sind es bei Hörbüchern fast 50% Männer.

Die Preiskämpfe in der Hörbuchbranche sind auf den Markteintritt von Großkonzernen zurückzuführen Falls es so ist, daß es Preikämpfe gibt, könnte das einer der wesentlichen Gründe sein. Ich denke aber vielmehr, daß sich mit dem Marktwachstum der Markt differenziert, was logisch wäre. Dadurch gibt es dann die Aldi, normalen Supermärkte und Delikatessläden….

Für Bestseller weden in Deutschland in Auktionen sechsstellige Summen für die Lizenzen rausgehandelt.

Die Sprecherbezahlung variiert nach Bekanntheit und Marketingeffekt des Sprechers zwischen wenigen hundert Ero pro Sprechtag und Tagesgagen von 2000. Tja. Was habe ich geschrieben? :-) Siehe mein Posting zu Honoraren für Hörbuchsprecher. Interessant hierzu auch: Bei Randomhaous wurde das erste Hörbuch von Charlotte Link mit einem unbekannten Sprecher gemacht und dann mit einem bekannten und der Absatz vefrdoppelte sich angeblich.

Ein durchschnittlicher Krimi läßt sich in maximal einer Woche für 10.000 Euro produzieren und in eine professionelle Hörfassung bringen und dann fehlt aber immernoch das Artwork und das Pressen…

Derzeit sind ca. 13.000 Hörbuchtitel auf dem Markt

Bei der Aufzählung von Downloadportalen fiel Soforthören unter den Tisch (obwohl Pionier und Preisträger…) und es wurden nur diejeinigen genannt, hinter denen große Medienkonzerne stehen. :-( Tja…. Was soll ich sagen? Muss zu der in meinen Augen dunklen Zukunft von Soforthören mal einen eigenen Blogeitrag machen…

Zur Leipziger Buchmesse 2006

Verfasst am 17.03.2006 um 10:40 Uhr

Leipziger Buchmesse 2006 LeipzigHeute blutet mir schon ein wenig das Herz, weil in Leipzig die Buchmesse im vollen Gange ist und ich nicht da bin. Hatte zwar gestern Abend noch mal sogar zwei nette Angebote für Übernachtungsmöglichkeiten vor Ort bekommen aber der Zeitaufwand der Reise und die Menge der noch vor mir liegenden Arbeit zwingen mich dazu die Leipziger Buchmesse 2006 nur durch die Presse mitzuverfolgen. Naja. So ist es halt. :-( *schneuz* Hörbuchtechnisch wäre es sicherlich wieder ein großes Vergnügen. Da ich nicht langfristig geplant habe hinzugehen habe ich auch keine Gesprächstermine, so das ich auch sicher nicht alles aus dem Ausflug hätte rausholen können. Ich muss mir das jetzt Schönreden, daß ich nicht da hin kann… Und ich werde mächtig was wegarbeiten über’s Wochenende… :-) Ahhh! Und über den Hörbuchmarkt bloggen werde ich um das zu kompensieren. Das ist eine gute Idee! :-)

Zur Zeitschrift HörBuch Magazin - die Zeitschrift für Hörbücher und Hörspiele von Typemania / Carsten Scheibe - Hörbuchmagazin

Verfasst am 16.03.2006 um 19:10 Uhr

Bevor es Mißverständnisse gibt gleich vorab: Das HörBuch Magazin - die Zeitschrift für Hörbücher und Hörspiele von Typemania / Carsten Scheibe gibt es nicht mehr. Es gab nur zwei Ausgaben. Mein Blog-Eintrag hat eher Informations- und Dokumentationszwecke. Habe einige Eindrücke fotographisch festgehalten so daß diejenigen, die die guten Stücke nicht gesehen haben sich auch eine Idee verschaffen können. Die Fotos sind von der Qualität her deutlich besser als sie im Blog dargestellt werden. Wer etwas “genauer hinschauen” will -> Rechte Maustaste auf das Foto und dann “Grafik anzeigen”. Es gab vom Hörbuch Magazin nur wzei Ausgaben: “Nr. 3/2005 Juni/Juli” und “Nr. 4/2005 Aug./Sept.”. Ich hatte die Ehre und habe mit Carsten Scheibe mal telefonieren dürfen und er hat mir erläutert, warum das Magazin eingestellt wurde. Es wurden von der ersten Auflage 40.000 Stück gedruckt/gepresst und es konnten nicht einmal 5.000 Stück verkauft werden, wo ungefähr der Break Even gelegen hätten. Warum produziert man also die zweite Ausgabe, wenn die erste schon nicht gezogen hat? Das hat mit Besonderheiten des Zeitschriftenmarktes zu tun. Da funktioniert es so, daß der Verlag auf eigene Kosten Zeitschriften produziert, die dann meißt über einen Dienstleister verteilen läßt und wenn die nächste Ausgabe einer Zeitrschrift rauskommt tauscht der Dienstleister die alte Ausgabe durch die neue aus am Vertriebsort und dann wird zwischen Zeitschriftenverlag und Distributionsdienstleister abgerechnet. Man sieht wie viel da ist und wenn man das von der Menge abzieht, die gedruckt wurde weiß man wie viele verkauft wurden. Weiteres Details dieses Medienmarktes: Der Verlag trägt die Kosten für gestohlene Wahre. Ich finde es ein Wunder wie Unternehmen unter solchen Bedingungen überleben können. Allen Respekt. Nun aber zurück zu der Hörbuchzeitschrift die leider nicht sein sollte. Stückpreis war 9,90 Euro worin eine randvolle Hörbuch-CD enthalten war. Darauf waren Titel von Vorleser.net (Hallo Johannes! ;-) ). Eigentlich ein attraktives Angebot auf den ersten Blick. Hinzu kommt, daß Layout super gestaltet ist und die Texte sehr gut geschrieben. Typemania sind ja auch keine Amateure sondern haben entliche Zeitschriften im Portfolio. Ich nehme an, daß Auslöser für den Launch des Magazins das vielfache Beschwören des Hörbuch Booms war. Wenn man von sowas redet, was meiner Meinung nach übertrieben ist, dann muss man differenzieren. (Sagen wir statt “boomend”) Konstant auf geringem zweistelligen Niveau wachsend ist der Erwachsenen-Hörbuch-Markt. Der Kinder-Hörbuch/Hörspiel-Markt ist soger eher am stagnieren, auch wenn er noch vielleicht ein wenig größer ist. Die Ausrichtung des Hörbuchmagazins war aber zu 90% auf den Kinderhörbuchmarkt oder halt als Führer für Eltern, die ihren Kindern Hörbücher kaufen möchten. Also meiner Meinung nach ist das der erste Fehler. Man hätte deutlich mehr Betonung auf den Erwachsenen-Hörbuch-Bereich legen müssen. Der zweite Punkt ist, das ich denke, daß das mit Ratgebern für Eltern die über Einkäufe für Kinder empfehlen nicht glaube. Ich kann mich nicht erinnern, daß ich die Tipps meiner Mutter bei Hörspielwünschen habe einfließen lassen. :-) Erschwerend kam sicherlich auch hinzu, daß keiner der großen Erwachsenen-Hörbuchverlage geholfen hat und die Macher diese kleine Mediennische noch nicht so gut kennen. Man hätte in Kooperation mit einem Buch-/Hörbuchverlag diese Zeitschrift nämlich sicher sehr erfolgreich über den Buchhandel vertreiben können, statt nur über den normalen Zeitschriftenhandel. Ich finde es schade, daß der Versuch nicht geklappt hat. Genug gelabert. Nun die Bilder.

Hörbuch Magazin

Hörbuch Zeitschrift

Hörbuch Zeitung

Hörspiel Magazin

Hörspiel Zeitschrift

Hörspiel Zeitung

Hörbuchmagazin

Hörspielmagazin

Hörbuchzeitschrift

Hörspielzeitschrift

Audiobook Zeitschrift Zeitung Magazin

Hörbuch Magazin

Hörbuch Magazin

Hörbuch Magazin

Zu Honoraren für Hörbuchsprecher

Verfasst am 14.03.2006 um 13:41 Uhr

Ich habe mal wieder eine lustige Mail bekommen auf die ich gerne im Blog antworten würde

——– Original-Nachricht ——–
Betreff: Honorar fuer Sprecher
Datum: Tue, 14 Mar 2006 04:31:39 +0100
Von: Ne…. Mo……
An: hoermal{{@}} hoerbuch- blog.de

Hallo Andre,

ich habe bei einem kleinen Studio einen “Auftrag” zur Vertonung eines Gedichtbands. Es ist das erste Mal dass ich als Sprecherin arbeite und ich frage mich wie das laeuft wenn man seine Stimme hergibt fuer Hoerbuecher. Wird pro aufgenommene Stunde abgerechnet? Gibt es irgendwie eine Art “Copyright” fuer meine Stimme? Gibt es irgend etwas, dass ich beachten sollte?

Vielen Dank und liebe Gruesse,

Ne… Mo……..

Hörbuch Sprecher Hörspiel Hörbuchsprecher Sprecher Verband Sprecherverein VorleserDas ist eh so ein Thema, über das ich schon seit einer ganzen Weile bloggen will. Ich versuche mal erst die Antworten des Fragers zu beantworten bevor ich mich in meinen unendlichen Gedankengängen verstricke.

Wie abgerechnet wird hängt vom Produzenten und dir ab. Es ist eine Abrechnung pro Stunde und pauschal möglich. Ich würde euch raten euch auf etwas zu einigen, womit ihr beide sehr gut leben könnt. Wenn du zu wenig kriegst hast du keine Lust mehr auf den Auftraggeber und wenn du zu viel verlangst wird er keine Lust mehr auf dich haben. Natürlich gibt es Rechte an deiner Stimme. Dafür wirst du ja gerade mit dem oben angesprochenen Geld ja entlohnt. Zu Beachten hat in meinen Augen eher der Produzent eine ganze Menge denn er muss sicherstellen, daß er von dir alle von ihm benötigten Rechte an dem vom dir Gesprochenen bekommt. Dazu einfach auch mal die Kategorie Zu rechtlichen Aspekten von Hörbüchern meines Blogs durchschmökern.

Jetzt aber mal zu Hörbuch- und Hörspiel-Sprechern im allgemeinen. Ich fange mal mit den zwei weit entfernten Polen an. Einerseits gibt es da den sprecherverein.de, der horrende Summen als adäquat ansetzt, was ja kein Wunder ist, denn er vertritt ja die Sprecher. Andererseits gibt es die Hörbuchverlage o.ä. die sagen: Es gibt Sprecher wie Sand am Meer also sei froh, daß genau du den Auftrag bekommst und nicht die 100 anderen, die jederzeit hinter dir in der Reihe stehen. Es gibt wirklich wenige Sprecher die sich aus der Masse herausheben so wie Otto Sander, Gert Westphal, Rufus Beck und ähnliche Kaliber. Für die gelten ganz eigene Regeln, weil deren Namen auf dem Hörbuchcover tatsächlich ein echtes positives Verkaufsargument sind. Bei denen könnte ich mir sehr gut vorstellen, daß sie nicht nur pauschal, sondern zusätzlich auch erfolgsabhängig entlohnt werden. Wenn ein von denen eingesprochenes Werk verkaufszahlentechnisch abgeht wie eine Rakete bekommen die also auch noch mal Geld ohne das weitere Leistungen notwendig sein, ähnlich wie es bei guten und berühmten Autoren gemacht wird. Beim ganzen Rest der Sprecher sieht die Lage aber deutlich anders aus. Es gibt tatsächlich Sprecher wie Sand am Meer! Sprecher sind leider häufig “Künstlertypen” und sich ihrer eigenen Einzigartigkeit mehr bewust als die Umwelt. Anmerkung in Richtung Sprecher: Auch der kleinste Hörbuchverlag erhält täglich mehrere Anfragen / Bewerbungen. Und das selbst wenn es nirgendwo im Print oder Onlinebereich eine Aufforderung im Sinne von “Wir suchen Sprecher” gibt. Das geht von tollen & aufwendigen Bewerbungen mit Hörproben- / Sprechproben-CDs bis zu handschriftlichen Briefen mit dem Tonus “Meine Freunde sagen ich lese voll dufte vor und ich würde jetzt auch gerne Hörbücher vorlesen und damit sehr viel Geld verdienen weil es gibt ja einen Hörbuchboom.” Also meiner Einschätzung nach ist die Marktmacht in diesem Bereich eindeutig auf Seiten der Nachfrage also der Hörbuchverlage. Wenn ein Sprecher all zu sehr zickt, wird der Auftrag einfach an jemand anderen vergeben. Die Sprecher sind (bis auf obige Ausnahmen) in der Realität weit weniger Einzigartig als sie sich empfinden. “Selbstbild vs. Fremdbild” würde ich da auch noch mal als Anregung zur Reflektion einwerfen :-) Als Sprecher würde ich mich natürlich auch als einzigartig und brilliant verkaufen, denn dadurch kann ich mehr Geld bekommen aber in Wahrheit… ;-)

Freue mich nun auf differenzierte Meinungen zum Thema und Flames von Hobby-&-Wannabe-Sprechern.

Zum falschen Barcode auf einem Hörbuch von Steinebach Sprechende Bücher

Verfasst am 05.03.2006 um 13:34 Uhr

Rafik Schami – Die dunkle Seite der Liebe Hörbuch Steinebach Sprechende Bücher Sprecher Andrea Hörnke-Trieß, Markus Hoffmann
Über Rafik Schamis dunkle Seite der Liebe hatte ich in diesem Blog ja bereits berichtet. Jetzt ist mir aber etwas lustiges dabei aufgefallen. Die ISBN ist 3-88698-753-1 und der auf der CD-Box angegebene Barcode weißt die EAN 9783886978313 aus. Daß das nicht stimmen kann sieht man schon an dieser Stelle. Die letzte Ziffer bei beiden Codes ist eine Prüfziffer. Wenn man die letzte Zahl wegstreicht müßten also die letzten beiden Zahlen gleich sein und das ist hier schlichtweg nicht der Fall. Wenn man aber den kostenfreien Barcode und EAN Genarator ausgehend von der ISBN von The College Park Press kommt eine andere EAN raus, nämlich 9783886978535. Die EAN die bei Die dunkle Seite der Liebe fälschlicher Weise angegeben EAN und Barcode gehören eigentlich zum Hörbuch Süden und das verkehrte Kind von Friedrich Ani und Christoph Lindert mit der ISBN 3886987310. Hier passt dann auch gemäß obiger die vorletzte und vorvorletzte Zahl zu einander… Die Folgen dieses Fehlers können im Alltag des Buchhandels fatal sein. Dort wird das Hörbuch nämlich einfach über den Scanner gezogen und dadurch der Preis festgestellt. Der Preis des Buches, das der Barcode ausweist ist 19,90 €. Rafik Schamis 21-CD-Version der dunklen Seite der Liebe sollte aber 49,90 Euro kosten. Wenn die Kassierer also nicht aufmerksam sind gibt es hier unangenehme Verluste für den Buchhandel, denn ich vermute, daß der Einkaufspreis für die dunkle Seite der Liebe mehr als 19,90 Euro ist. Tststs ;-) Hoffen wir mal, daß das nicht eine Serie von Fehlern, sondern nur ein einzelner ist…